Das Teehaus Kanshoan

Eine großzügige Stiftung

1972 - ein Jahr das München verändert hat wie kaum ein anderes in der Nachkriegszeit. Es ist das Jahr der olympischen Sommerspiele. Vieles, was heute aus der Millionenstadt am Isarstrand nicht mehr wegzudenken wäre hat uns dieses große Ereignis beschert: das Olympiastadion, den Fernsehturm, und die U-Bahn. Was viele aber nicht wissen: auch das kleine Japanische Teehaus im Englischen Garten gehört dazu.

"Das Japanische Teehaus? Ach, Sie meinen sicher das Seehaus - oder den Chinesischen Turm?" - Ja, so ist das, selbst alteingesessenen Münchnern ist das Teehaus oft kein Begriff. Das mag daran liegen, daß es auf der kleinen Insel im Schatten des monumentalen "Haus der Kunst" schon einmal übersehen wird!

Aber manch einer hat sich im Sommer, auf einem Wochenendspaziergang doch schon einmal dorthin verirrt und da war er dann plötzlich - nur wenige Schritte vom lärmenden Treiben der Großstadt entfernt - in einer ganz anderen Welt - nämlich mitten in Japan.

Aber nun zurück zu 1972 und den olympischen Sommerspielen. Zu diesem Anlaß stiftete Dr. Soshitsu Sen, Grossmeister der Urasenke Teeschule aus Kyoto/Japan das Teehaus dem Freistaat Bayern, verbunden mit der Auflage, daß dort japanische Teezeremonie unterrichtet und vorgeführt wird.

Das ist nun 40 Jahre her. Seit dieser Zeit gibt es einen Verein, der das Teehaus unterhält und sich bemüht den Teeweg einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.