Der Teeweg

Über den Teeweg

Teeweg

Der Teeweg, japanisch Chado ist einer der praktischen Übungswege, die aus dem Zen Buddhismus hervorgegangen sind. Seine heutige Form geht auf den im 16. Jahrhundert lebenden Teemeister Sen no Rikyu zurück. Rikyu formulierte vier Prinzipien, die die Grundlage für den Teeweg darstellen:

和 Wa - Harmonie, meint sowohl die Harmonie zwischen den Menschen, also Gastgeber und Gästen, als auch die Harmonie mit und zwischen den verwendeten Gegenständen in einem sehr umfassenden Sinn. Wa ist aber auch Ausdruck einer tief empfundenen Harmonie und Einheit mit der Natur, die sich in der Rücksichtnahme auf die jahreszeitliche Stimmung und die jeweilige Wetterlage zeigt.

敬 Kei - Ehrfurcht und Achtung vor unserem Nächsten, aber auch vor den verwendeten Gegenständen, egal ob es sich um kostbare Kunstwerke oder die einfachen Dinge des täglichen Gebrauchs handelt.

清 Sei - Reinheit und Ordnung. Die äußere Reinheit im Sinne von Sauberkeit und Ordnung ist Grundlage einer inneren Reinheit und Konzentration. Sei meint aber auch die Reduktion auf das wesentliche, sei es Beispielsweise in der Architektur des Teeraums oder im Ablauf der der Bewegungen bei der Teezubereitung.

寂 Jaku - Stille. Durch das fortwährende praktizieren der drei ersten Prinzipien, stellt sich allmählich Jaku ein. Jaku bedeutet nicht Stille als das Fehlen von äußeren Geräuschen, sondern eher eine "innere Ruhe" oder "Gelassenheit" die sich auf das gesamte Dasein auswirkt.